Landarztquote, ÖGD-Quote und Bundeswehr tauschen einen Studienplatz gegen eine Bindung: zehn Jahre nach der Facharztweiterbildung bei den beiden Quoten, 17 Jahre Dienstzeit bei der Bundeswehr. Die Privathochschulen verlangen Geld, bei den deutschen Standorten 76.800 bis 118.000 € für das gesamte Studium. Studienplatzklage, Quereinstieg und Studienplatztausch kosten deutlich weniger, geben aber keinen Anspruch auf einen Platz. Beim Studium im EU-Ausland entscheidet die Zielhochschule über die Aufnahme, die Rückkehr läuft später über die Anrechnung beim Landesprüfungsamt.

Landarzt-, ÖGD-Quote und Bundeswehr gehören zu den Vorabquoten, die laut Leitfaden Sommersemester 2027 zusammen bis zu 20 % aller Studienplätze belegen können (Überblick über alle Quoten). Einen besten Weg gibt es nicht – ob einer passt, hängt von Abiturnote, Geld, Bindungsbereitschaft und Zeit ab. Jede Zeile der folgenden Tabelle verweist auf den Detailartikel mit allen Einzelheiten.

Die Vergleichstabelle

WegBindungKosten für DichZeit bis zum StudienbeginnZugang und AuswahlRisiko
LandarztquoteZehn Jahre hausärztliche Tätigkeit in einem Bedarfsgebiet nach der FacharztweiterbildungStudienplatz gegen Vertrag; bei Verstoß Vertragsstrafe bis 250.000 €Bewerbung Januar bis März 2027, Studienbeginn zum Wintersemester 2027/28Landesbehörde in 11 Ländern; Punkte für Test, Ausbildung, Beruf, Gespräch; Abiturnote in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg ohne GewichtBindung von rund 21 Jahren ab Studienbeginn; Strafzahlung bei Vertragsbruch
ÖGD-QuoteZehn Jahre im Öffentlichen Gesundheitsdienst nach der FacharztweiterbildungStudienplatz gegen Vertrag; in Hessen Vertragsstrafe von 250.000 €Bewerbung Februar (Bayern, Hessen) oder März 2027 (Baden-Württemberg), Beginn zum Wintersemester 2027/28Fünf Länder: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt; Landesbehörde; in Bayern und Hessen ohne AbiturnoteSehr wenige Plätze: Bayern 14, Baden-Württemberg 10 im Wintersemester 2026/27
Bundeswehr17 Jahre Dienstzeit als Soldat auf Zeit, mit Möglichkeit zur Übernahme als BerufssoldatSold nach Dienstgrad ab Studienbeginn; bei vorzeitigem Ausscheiden unter Umständen Erstattung von Studienkosten und AusbildungsgeldBewerbung bei der Bundeswehr statt über hochschulstart; Studium nach der Einstellung als OffizieranwärterAuswahl in Köln; Voraussetzungen unter anderem allgemeine Hochschulreife und deutsche StaatsbürgerschaftErstattungspflicht nach § 56 Abs. 4 Soldatengesetz; Einsatz auch im Ausland; Studienort verteilt die Bundeswehr
PrivathochschuleKeine Dienstverpflichtung76.800 € (Witten/Herdecke) bis 118.000 € (MHB Brandenburg), MSH Hamburg 94.500 € plus EinmalgebührenAuswahltermine ab Dezember 2026; Studienbeginn je nach Hochschule zum 1. April oder 1. OktoberHochschuleigenes Verfahren aus Test, Gespräch oder Auswahltag; Bewerbung direkt bei der Hochschule, kein NCGesamtkosten fallen unabhängig vom Ausgang des Studiums an; Plätze und Termine begrenzt
Ausland (EU)Keine DienstverpflichtungStudienkosten der Zieluniversität; bei Rückkehr Anrechnungsgebühr, etwa 60 € in Bayern und 100 bis 200 € in HamburgRichtet sich nach den Fristen der ZieluniversitätAufnahmeverfahren der ausländischen Hochschule; später Anrechnung nach § 12 ÄApprO oder Approbation nach § 3 BÄOAnrechnung nur, soweit Gleichwertigkeit gegeben ist; Platz im höheren Fachsemester nur bei freier Kapazität
StudienplatzklageKeineModellrechnung: 576,37 bis 827,96 € je Hochschule mit gesetzlichen Gebühren, ohne mündliche VerhandlungAntrag zum Sommersemester 2027 bei Greifswald bis 15. Januar 2027, bei der MHH bis 15. April 2027Zentrale Bewerbung plus Antrag bei der Hochschule; das Gericht prüft die Kapazität, nicht Deine NoteUnterliegst Du, trägst Du die Kosten; oft nur ein Teilstudienplatz; Göttingen 2019: 14 Plätze bei 169 Anträgen
QuereinstiegKeineGebühr für die Anrechnung beim Landesprüfungsamt, in Nordrhein-Westfalen nur bei positivem BescheidBewerbung zum Sommersemester 2027 bis 15. Januar 2027 (Marburg, Hamburg, Oldenburg, Freiburg)Direktbewerbung bei der Hochschule; Leistungsstand und freie Plätze entscheidenPlätze entstehen nur im Rahmen freier Kapazitäten; Anrechnung nicht sicher
StudienplatztauschKeineKeine Zahlung zwischen den Partnern erlaubtAntrag zum Sommersemester 2027: Freiburg bis 15. Januar, LMU bis 15. AprilBereits eingeschrieben; gleicher Studiengang, gleiches Fachsemester, beide Hochschulen stimmen zuKein Rechtsanspruch; Tauschpartner muss gefunden werden; Hamburg bietet den Tausch ab Sommersemester 2027 nicht mehr an

Stand: Oktober 2026. Die Vertragsstrafe von 250.000 € nennen Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (als Höchstbetrag) und Mecklenburg-Vorpommern (als Höchstbetrag); Rheinland-Pfalz staffelt sie nach Ausbildungsabschnitt.

Die Spalten Bindung und Kosten trennen die Wege am deutlichsten. Bei den drei Verpflichtungswegen zahlst Du mit Lebenszeit und trägst ein finanzielles Risiko erst bei Vertragsbruch. Bei den Privathochschulen zahlst Du mit Geld und bleibst frei. Die vier übrigen Wege setzen entweder ein bereits begonnenes Studium voraus (Quereinstieg, Tausch) oder kosten Zeit und Nerven, weil der Erfolg von einer Kapazitätsprüfung, einer Anrechnung oder einer ausländischen Aufnahmeentscheidung abhängt.

Nächste Termine bis Juli 2027

Die Fenster liegen eng beieinander – das zentrale Verfahren für das Sommersemester 2027 endet am 15. Januar 2027, und an demselben Tag laufen mehrere Fristen der Sonderwege ab. Die Landarztquoten sind anders getaktet und vergeben für das Wintersemester. Die Tabelle ordnet die belegten Termine chronologisch; die Detailartikel nennen weitere Länder und Hochschulen.

DatumWegTerminQuelle
30.11.2026PrivathochschuleMHB Brandenburg: Bewerbungsportal für das Sommersemester 2027 schließt um 12 UhrMHB
03./04.12.2026PrivathochschuleMSH Hamburg: Auswahlverfahren; nächster Termin 04./05.02.2027MSH
01.12.2026 bis 01.02.2027PrivathochschuleUniversität Witten/Herdecke: Bewerbungsphase für das WintersemesterWitten/Herdecke
01. bis 31.01.2027LandarztquoteNiedersachsen: Bewerbungszeitraum, unterschriebener Vertrag bis 07.02.NiZzA
15.01.2027Zentrales VerfahrenSommersemester 2027: Ende der Bewerbungsphase (Ausschlussfrist)hochschulstart
15.01.2027StudienplatzklageGreifswald: Antrag auf Zulassung außerhalb der Kapazität zum Sommersemester (Ausschlussfrist)Greifswald
15.01.2027QuereinstiegMarburg, Hamburg, Oldenburg und Freiburg: Bewerbung ins höhere Fachsemester zum Sommersemester; in Freiburg ab 01.12.2026Freiburg, Marburg
15.01.2027StudienplatztauschFreiburg: Antrag auf Tausch zum Sommersemester, postalischFreiburg
15. bis 17.01.2027PrivathochschuleMHB Brandenburg: zweite Auswahlrunde für das Sommersemester 2027MHB
01. bis 28.02.2027Landarzt- und ÖGD-QuoteBayern und Hessen: Bewerbungszeitraum für das Wintersemester 2027/28LGL Bayern, HLfGP Hessen
März 2027Landarzt- und ÖGD-QuoteNordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (Landarztquote) jeweils 01. bis 31.03.2027; Baden-Württemberg vergibt im März 2027 wieder zehn ÖGD-PlätzeLfGA NRW, LSJV RP, RP Stuttgart
15.04.2027Studienplatzklage, StudienplatztauschMHH: Antrag außerhalb der Kapazität zum Sommersemester; LMU München: Tauschantrag zum SommersemesterMHH, LMU
15.07.2027Klage, Quereinstieg, TauschGreifswald (außerkapazitär), Marburg, Hamburg, Oldenburg und Freiburg (höhere Fachsemester) sowie Freiburg und Dresden (Tausch) zum WintersemesterDresden, Oldenburg

Die Fristen der Länder und Hochschulen gelten für die genannten Semester.

Bindung und Kosten nachgerechnet

Die Beträge und Laufzeiten lassen sich mit den veröffentlichten Eckdaten nachrechnen. Die Regelstudienzeit beträgt nach § 1 ÄApprO sechs Jahre und drei Monate. Bayern rechnet für Studium und Facharztweiterbildung zusammen mit etwa elf Jahren; die zehnjährige Verpflichtung beginnt danach. Die Tabelle zeigt die Rechenwege als Modell – vorausgesetzt, das Studium verläuft ohne Unterbrechung.

WegRechnungErgebnis
Landarztquote Bayernetwa 11 Jahre Studium und Weiterbildung plus 10 Jahre Verpflichtungrund 21 Jahre ab Studienbeginn
ÖGD-Quote Hessen6 Jahre 3 Monate Studium, 60 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen, 10 Jahre Tätigkeit21 Jahre 3 Monate
BundeswehrDienstzeit in der Laufbahn der Offiziere mit Medizinstudium17 Jahre
MSH Hamburg60 Monate zu 1.500 € plus 15 Monate Praktisches Jahr zu 300 €, dazu einmalig 100 € Einschreibe- und 500 € Bewerbungsgebühr90.000 € + 4.500 € = 94.500 €; mit Einmalgebühren 95.100 €
MHB Brandenburg10 Semester zu 11.800 €118.000 €, hinzu kommen 286,80 € je Semester für Semesterticket und Sozialbeitrag
Witten/Herdecke60 Monate zu 1.280 € bei fester Direktzahlung76.800 €
StudienplatzklageGesetzliche Gebühren je Hochschule (576,37 bis 827,96 €), Modell mit fünf Hochschulen2.881,85 bis 4.139,80 €

Die Klagerechnung nimmt einen Antragsteller, einen Anwalt und einen Beschluss ohne mündliche Verhandlung je Hochschule an; Grundlage sind ein Streitwert von 2.500 beziehungsweise 5.000 €, die Gebührentabellen von RVG und GKG und der Streitwertkatalog 2025. Kommt es zur Verhandlung oder vereinbart die Kanzlei ein höheres Honorar, steigen die Kosten – und jede weitere Hochschule bedeutet ein eigenes Verfahren. Witten/Herdecke bietet daneben ein einkommensabhängiges Modell mit 50 % der monatlichen Gebühren während des Studiums und danach 6 % des Einkommens.

Welcher Weg passt zu welcher Ausgangslage

Vier Größen entscheiden: die Abiturnote, das Geld, die Bereitschaft zur Bindung und der Zeitdruck. Die Abiturnote fällt je nach Land unterschiedlich ins Gewicht. In Bayern, Hessen und Baden-Württemberg bleibt sie bei der Landarztquote außen vor; in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geht sie mit 30 % in die Vorleistungen ein, in Sachsen-Anhalt mit 10 %, in Sachsen mit bis zu 20 und in Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 25 von 100 Punkten. In Hessen vergibt die erste Stufe bis zu 60 Punkte für den TMS und bis zu 40 für Ausbildung, Beruf oder Freiwilligendienst, die zweite Stufe weitere 100 Punkte. Ob Deine Note im regulären Verfahren reicht, zeigt der Chancen-Rechner.

AusgangslageWege zum PrüfenWorauf Du achtest
Die Abiturnote soll nicht oder nur begrenzt entscheidenLandarztquote, ÖGD-Quote, Bundeswehr, PrivathochschuleDie Quoten haben wenige Plätze (Bayern 182 und 14 im Wintersemester 2026/27); die Bundeswehr erhält etwa 250 von 10.000 Plätzen
Wenig Geld, Bereitschaft zur langen BindungLandarztquote, ÖGD-Quote, BundeswehrBindung von 17 Jahren oder zehn Jahren nach der Weiterbildung; Vertragsstrafe oder Erstattungspflicht bei Abbruch
Geld vorhanden, keine Bindung gewünschtPrivathochschule, Studium im EU-Ausland76.800 bis 118.000 € bei den deutschen Privathochschulen; im Ausland die Studienkosten der Zieluniversität
Keine Bindung, keine hohen Gebühren, Unsicherheit akzeptabelStudienplatzklageKosten je Hochschule, kein Erfolg garantiert, oft nur Teilstudienplatz
Medizinstudium in Deutschland läuft bereitsStudienplatztausch, QuereinstiegGleiches Fachsemester beim Tausch; für die Klinik verlangen Hochschulen das Physikum
Studium im Ausland begonnen oder abgeschlossenAnrechnung und Quereinstieg, bei EU-Abschluss Approbation nach § 3 BÄOZuständiges Landesprüfungsamt, Gebühr, Fristen der Hochschule für das höhere Fachsemester
Zeitdruck: Studienbeginn schon 2027Zentrales Verfahren bis 15.01.2027, MHB zum Sommersemester, Klage und Quereinstieg zum SommersemesterLandarztquoten und Witten/Herdecke vergeben zum Wintersemester 2027/28

Beim Geld lohnt der Blick auf die Gesamtsumme. Die MSH Hamburg und die MHB kosten rechnerisch zwischen 94.500 und 118.000 €. Die Studienplatzklage bleibt je Hochschule bei gesetzlichen Gebühren unter 1.000 €, vervielfacht sich aber mit der Zahl der Anträge und trägt das Risiko, dass das Geld ohne Platz ausgegeben ist. Bei den Quoten und der Bundeswehr steht stattdessen die Vertragsstrafe oder die Erstattungspflicht im Raum. Wie lange die Bindung wirkt, zeigt die Rechnung oben: Bei der Landarztquote liegen etwa 21 Jahre zwischen Studienbeginn und Vertragsende.

Der Zeitdruck lässt sich an den Fristen ablesen – zum Sommersemester 2027 bleibt nur wenig Spielraum, denn die Ausschlussfrist im zentralen Verfahren endet am 15. Januar 2027. Die Landarztquoten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nehmen auch Bewerbungen zum Sommersemester an, die Fenster dafür lagen aber jeweils vom 1. bis 30. September 2026. Wer 2027 mit der Landarztquote starten will, bewirbt sich daher für das Wintersemester 2027/28 im ersten Quartal 2027.

Voraussetzungen, die Wege verbinden

Manche Wege lassen sich nicht allein gehen. Die Studienplatzklage setzt in Greifswald einen Antrag im zentralen Verfahren oder in einer Vorabquote voraus, sie läuft also parallel zur regulären Bewerbung über hochschulstart. Quereinstieg und Tausch verlangen ein begonnenes Studium, und die Hochschulen legen fest, ab welchem Fachsemester sie Plätze vergeben. Marburg kennt für höhere Fachsemester keinen Härtefallantrag, Freiburg vergibt zum Wintersemester nur ungerade und zum Sommersemester nur gerade Fachsemester, und Oldenburg setzt für den Wechsel in den Modellstudiengang grundsätzlich den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung voraus.

Beim Tausch zählen die Regeln beider Hochschulen – die der abgebenden ebenso wie die der aufnehmenden. Die LMU nennt gleichen Studiengang und gleiches Fachsemester als zwingend und erteilt keine Zustimmung zu einem Tausch gegen Entgelt, die TU Dresden schließt den Ringtausch aus und verlangt einen annähernd gleichen Leistungsstand von mindestens 80 %. Der Tausch gelingt nur, wenn ein passender Partner existiert; die Detailartikel nennen dazu Fristen und Anlaufstellen. Bei der Bundeswehr entscheidet die Auswahl in Köln, und die Benennung zum Studium liegt bei der Bundeswehr, nicht bei Dir.

Was passiert, wenn ich den Vertrag einer Landarztquote später nicht erfülle?
Bei einem Verstoß gegen die Vertragspflichten fällt die Vertragsstrafe an, in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen sind es 250.000 €. Bestehst Du eine ärztliche Prüfung endgültig nicht, endet der Vertrag in Bayern ohne Strafzahlung. Auf Antrag kann in besonderen Härtefällen auf die Zahlung verzichtet werden; Hessen nennt dafür etwa eine schwerwiegende Erkrankung, während Eheschließung und Elternzeit dort den Vertragszeitraum verlängern. Die Regeln der übrigen Länder stehen im Artikel zur Landarztquote.
Wie viele Studienplätze gibt es über Quoten und Bundeswehr?
Die Vorabquoten dürfen laut Leitfaden Sommersemester 2027 zusammen bis zu 20 % aller Studienplätze belegen; dazu zählen Landarzt- und Amtsarztregelungen, Zweitstudienbewerber, ausländische Bewerber, Benannte der Bundeswehr und Härtefälle. Die Bundeswehr erhält nach eigenen Angaben ungefähr 250 von 10.000 Medizinstudienplätzen. Bayern vergab zum Wintersemester 2026/27 182 Plätze der Landarztquote und 14 der ÖGD-Quote.
Muss ich für die Studienplatzklage zuerst regulär bewerben?
Die Universität Greifswald nennt als Voraussetzung für den außerkapazitären Antrag einen Antrag im zentralen Verfahren oder in einer Vorabquote für denselben Studiengang und Studienort. Die Antragsfristen sind dort Ausschlussfristen: 15. Januar zum Sommersemester, 15. Juli zum Wintersemester. Die Regeln der Hochschule, bei der Du klagen willst, solltest Du vor der Bewerbung lesen.
Hilft mir ein TMS-Ergebnis bei den Sonderwegen?
Das hängt vom Land und von der Hochschule ab. Hessen bewertet den TMS mit bis zu 60 der 100 Punkte der ersten Auswahlstufe, Sachsen wertet das Testergebnis mit bis zu 40 Punkten. Die MSH Hamburg erkennt den TMS nicht an und verlangt ihren eigenen Test. Zum Nachfolger siehe TMSnat.
Führt ein Abschluss im EU-Ausland direkt zur deutschen Approbation?
Ein in der EU abgeschlossenes Studium gilt nach § 3 Abs. 1 Satz 2 BÄO als gleichwertig, wenn der Ausbildungsnachweis in der Anlage zur Bundesärzteordnung aufgeführt ist. Weitere Voraussetzungen sind unter anderem Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und die erforderlichen Deutschkenntnisse. Wer nur einen Teil des Studiums im Ausland absolviert hat, beantragt dagegen die Anrechnung nach § 12 ÄApprO, und abschließende Prüfungen zählen dabei nie.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Fristen, Platzzahlen und Gebühren gelten für die genannten Semester und Studienjahre; Änderungen veröffentlichen die Länder und Hochschulen auf den verlinkten Seiten.