Das Physikum, offiziell der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1), besteht aus einem schriftlichen Teil mit zuletzt 317 gewerteten Fragen an zwei Tagen und einem mündlich-praktischen Teil in drei Fächern. Beide Teile müssen einzeln bestanden werden, bevor Du in den zweiten Studienabschnitt wechseln darfst.

Prüfungsstoff: vier schriftliche und drei mündliche Fächer

Der schriftliche Teil deckt vier Stoffgebiete ab: (I) Physik für Mediziner und Physiologie, (II) Chemie für Mediziner und Biochemie/Molekularbiologie, (III) Biologie für Mediziner und Anatomie sowie (IV) Grundlagen der Medizinischen Psychologie und der Medizinischen Soziologie. Der mündlich-praktische Teil konzentriert sich dagegen auf drei Kernfächer: Anatomie, Biochemie/Molekularbiologie und Physiologie.

Schriftliche Prüfung: zwei Tage, 317 Fragen

Die schriftliche Prüfung läuft über zwei aufeinanderfolgende Tage im Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple Choice), jeweils vier Stunden ab 9 Uhr. Am ersten Tag werden die Stoffgebiete I und II abgefragt, am zweiten Tag III und IV. In der Praxis waren es zuletzt 317 gewertete Aufgaben pro Termin — beim Herbsttermin 2025 lag die Bestehensgrenze bei 182 von 317 Punkten, beim Frühjahrstermin 2026 bei 184 von 317.

Die mündlich-praktische Prüfung

Anders als der schriftliche Teil wird der mündlich-praktische Teil nicht zentral vom IMPP ausgewertet, sondern von der jeweiligen Fakultät bzw. dem zuständigen Landesprüfungsamt organisiert. Geprüft wird in Gruppen von bis zu vier Personen, wobei jede und jeder Einzelne mindestens 45 und höchstens 60 Minuten dran ist; auch praktische Aufgaben können Teil der Prüfung sein.

Wie viele bestehen das Physikum tatsächlich?

Die Bestehensquote hängt stark davon ab, welche Gruppe man betrachtet — Erstteilnehmer in Mindeststudienzeit schneiden deutlich besser ab als der Gesamtdurchschnitt inklusive Wiederholer:

TerminTeilnehmer gesamtBestehensquote gesamtErstteilnehmer, MindeststudienzeitBestehensgrenze
Herbst 20257.444≈ 88,8 %≈ 94,8 % (5.857 TN)182 von 317
Frühjahr 20263.229≈ 80,6 %≈ 95,1 % (1.207 TN)184 von 317

Der Herbsttermin ist traditionell der große Haupttermin für die Kohorte nach dem vierten Semester, der Frühjahrstermin überwiegend von Wiederholenden und kleineren Standorten geprägt — daher die niedrigere Gesamtquote im Frühjahr.

Prüfungstermine 2026/2027

Das Physikum findet zweimal jährlich statt, im Frühjahr (März) und im Herbst (August), jeweils vor dem M2-Termin desselben Halbjahres. Bestätigt sind: Frühjahr 2026 am 10./11. März, Herbst 2026 am 18./19. August und Frühjahr 2027 am 16./17. März. Meldeschlussfristen legen die einzelnen Landesprüfungsämter fest. Wer danach in den zweiten Studienabschnitt startet, findet die nächsten Schritte im Artikel zur Approbation.

Wie viele Fragen hat das schriftliche Physikum?
Beim Herbsttermin 2025 und Frühjahrstermin 2026 waren es jeweils 317 gewertete Aufgaben, verteilt auf zwei Prüfungstage. Die genaue Zahl kann von Termin zu Termin leicht schwanken.
Wie hoch ist die Bestehensquote beim Physikum wirklich?
Das kommt auf die Referenzgruppe an. Unter allen Teilnehmenden liegt die Quote bei rund 81 bis 89 Prozent, weil auch Wiederholer mitgezählt werden. Unter Erstteilnehmenden in Mindeststudienzeit bestehen dagegen konstant über 94 Prozent.
Was wird in der mündlichen Physikumsprüfung geprüft?
Anatomie, Biochemie/Molekularbiologie und Physiologie — bei bis zu vier Prüflingen gleichzeitig, mit mindestens 45 und höchstens 60 Minuten Prüfungszeit je Person. Organisiert wird dieser Teil von der jeweiligen Fakultät bzw. dem Landesprüfungsamt, nicht zentral vom IMPP.
Muss ich beide Teile des Physikums im selben Termin bestehen?
Schriftlicher und mündlich-praktischer Teil müssen jeweils für sich bestanden werden. Wird nur ein Teil nicht bestanden, ist in der Regel nur dieser Teil zu wiederholen.

Quellen

Stand Juli 2026. Rechtsgrundlage: § 22–25 ÄApprO. Bestehensquoten und Termine ändern sich von Prüfung zu Prüfung — aktuelle Werte immer bei IMPP und dem zuständigen Landesprüfungsamt prüfen.