Das Wichtigste in Kürze

  • Der letzte klassische TMS findet voraussichtlich am 7./8. November 2026 statt.
  • Der erste TMSnat folgt voraussichtlich erst am 8./9. Mai 2027, mit Anmeldebeginn im Februar 2027.
  • Wie lange ein TMS-Ergebnis für die Bewerbung zum Wintersemester 2027/28 noch zählt, entscheidet jede Hochschule individuell — verbindliche Regeln stehen laut mehreren Universitäten erst Anfang 2027 fest.
  • Wer beide Tests ablegen kann, geht damit kein Risiko ein, da Testergebnisse sich nur positiv auswirken können.

Die Ausgangslage

TMS und HAM-Nat werden in ihrer bisherigen Form zusammengeführt: Der neue TMSnat kombiniert Aufgabengruppen aus beiden Tests zu einem gemeinsamen, bundesweit eingesetzten Studierfähigkeitstest. Ab dem Bewerbungssemester Wintersemester 2027/28 soll er als reguläres Auswahlkriterium gelten. Für alle, die zwischen 2026 und 2027 ihr Abitur machen, ergibt sich daraus eine unangenehme Zwischenlage: Der alte Test läuft aus, bevor der neue vollständig etabliert ist, und die Übergangsregeln der einzelnen Hochschulen stehen noch nicht fest. Alle gesicherten Fakten zum neuen Test findest Du im Artikel TMSnat: Der neue Medizinertest ab 2027.

Szenario: Abitur 2026

Wer 2026 sein Abitur macht und sich zum Wintersemester 2026/27 oder früher bewirbt, kann noch ganz regulär am klassischen TMS teilnehmen — der Herbst-TMS am 7./8. November 2026 ist dafür der letzte reguläre Termin. Für eine Bewerbung zum Wintersemester 2027/28 ergibt sich eine Wahlmöglichkeit: Der Herbst-TMS 2026 liegt zeitlich noch vor dem ersten TMSnat im Mai 2027. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits ein TMS-Ergebnis hat, sollte klären, ob die für ihn relevanten Hochschulen dieses Ergebnis für das Verfahren 2027/28 anerkennen — was laut Universität Lübeck in der Übergangsphase grundsätzlich zu erwarten, aber noch nicht endgültig festgelegt ist.

Szenario: Abitur 2027

Wer sein Abitur erst 2027 erwirbt, kommt für den klassischen TMS in aller Regel zu spät: Der letzte reguläre Durchgang findet bereits im November 2026 statt, danach wird der TMS voraussichtlich nicht mehr angeboten. Für diesen Jahrgang bleibt planungstechnisch nur der neue TMSnat, dessen erster Termin für den 8./9. Mai 2027 vorgesehen ist — mit Anmeldebeginn im Februar 2027. Ein Vorteil für diesen Jahrgang: Der TMSnat darf im Gegensatz zum klassischen TMS beliebig oft wiederholt werden.

Was noch offen ist

Ehrlich gesagt: Die entscheidende Frage für Übergangsjahrgänge — wie stark ein älteres TMS-Ergebnis gegenüber einem TMSnat-Ergebnis in der Bewerbung 2027/28 gewichtet wird — ist zum jetzigen Zeitpunkt an keiner Hochschule verbindlich geklärt. Die Universität Ulm erklärt ausdrücklich, dass sich die Hochschulen „noch in Abstimmung und Entscheidung darüber" befinden, wie der Übergang geregelt werden soll, und empfiehlt Bewerber:innen für das Wintersemester 2027/28 sicherheitshalber, sowohl den letzten TMS als auch den ersten TMSnat abzulegen. Die Universität zu Lübeck geht davon aus, dass in der Übergangsphase voraussichtlich beide Testergebnisse akzeptiert werden, kündigt genauere Regeln aber ebenfalls erst für Anfang 2027 an. Vereinzelt kursieren im Netz bereits konkrete Übergangsquoten einzelner Hochschulen — diese sind bislang nicht offiziell von den Universitäten selbst bestätigt und werden hier deshalb bewusst nicht wiedergegeben.

Empfehlung für Übergangsjahrgänge

  • Kannst Du 2026 noch am TMS teilnehmen, tu es — insbesondere, wenn Du Dich auch schon zum Wintersemester 2026/27 bewerben könntest. Ein TMS-Ergebnis schadet nie, auch wenn seine genaue Anrechnung 2027/28 noch offen ist.
  • Beobachte die Ankündigungen Deiner Wunsch-Hochschulen ab Anfang 2027, bevor Du Dich endgültig entscheidest, ob Du zusätzlich den ersten TMSnat-Termin ablegst.
  • Machst Du erst 2027 Abitur, plane von vornherein mit dem TMSnat und nicht mit dem auslaufenden TMS.
Muss ich mich zwischen TMS und TMSnat entscheiden?
Nur wenn Du überhaupt die Wahl hast. Wer sein Abitur erst 2027 macht, kann in der Regel gar keinen TMS mehr ablegen, weil der letzte reguläre Durchgang voraussichtlich bereits im November 2026 stattfindet. Wer schon 2026 wählen kann, sollte die Übergangsregeln der für ihn relevanten Hochschulen abwarten, bevor er sich festlegt.
Wann veröffentlichen die Hochschulen ihre Übergangsregeln?
Nach Angaben der Universitäten Ulm und Lübeck werden die genauen Regeln erst Anfang 2027 veröffentlicht. Bis dahin lässt sich für kein Hochschulranking verlässlich sagen, wie ein altes TMS-Ergebnis neben einem TMSnat-Ergebnis gewichtet wird.
Verliere ich etwas, wenn ich sowohl TMS als auch TMSnat ablege?
Nein, außer der zusätzlichen Testgebühr von jeweils 100 € und dem Zeitaufwand. Studieneignungstests wirken sich laut hochschulstart ausschließlich positiv aus — ein zusätzliches Testergebnis kann Deine Position also nicht verschlechtern.
Kann ich den TMSnat beliebig oft wiederholen, falls ich mich dafür entscheide?
Ja. Anders als beim klassischen TMS, der nur einmal wiederholt werden darf, soll der TMSnat unbegrenzt oft wiederholbar sein.

Quellen

Stand der Recherche: 18. Juli 2026. Konkrete, hochschulspezifische Übergangsquoten für 2027/28 sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht offiziell bestätigt und deshalb bewusst nicht Teil dieses Artikels — wir aktualisieren ihn, sobald die Hochschulen ihre Regeln veröffentlichen.