Sachsen verfügt über 3 humanmedizinische Studienorte (Dresden, Dresden/Chemnitz, Leipzig). Insgesamt stehen dort im Wintersemester 2025/26 620 Studienplätze für Humanmedizin zur Verfügung.

Die folgende Tabelle zeigt die Studienplatz­kapazitäten für Humanmedizin sowie die Abiturbesten-Grenze (ABQ) für Bewerber:innen, deren Hochschulzugangsberechtigung (HZB) in diesem Bundesland erworben wurde. Auswahlgrenzen aus dem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) gelten unabhängig vom Bundesland der HZB und sind zum Vergleich ergänzt.

Studienangebote in Sachsen

HochschuleStudienplätzeABQ-Grenze (Sachsen-Abitur)AdH-1-GrenzeZEQ-1-Grenze
TU Dresden2301,1 (817 Pkt.)76,776,7
TU Dresden / TU Chemnitz501,1 (814 Pkt.)57,366
Universität Leipzig3401,0 (827 Pkt.)55,569
Summe620

Kennzahlen im Vergleich

Seit dem ersten Vergabetermin des heutigen Verfahrens (SoSe 2020) hat sich die Kapazität für Humanmedizin in Sachsen von 595 auf 620 Studienplätze verändert (+4,2 %). Den größten Anteil daran hat Universität Leipzig: 320 auf 340 Plätze (+6,3 %). Bundesweit ist die Kapazität aller 41 Studienangebote im selben Zeitraum von 9806 auf 10281 Studienplätze gestiegen (+4,8 %).

Mit einer in Sachsen erworbenen Hochschulzugangsberechtigung liegt die niedrigste bundesweit erreichbare ABQ-Grenze bei 803 Punkten (Abiturnote 1,2, Universität des Saarlandes) — damit steht Sachsen unter den 16 Bundesländern auf Platz 7 (Rang 1 = die niedrigste Hürde bundesweit, Rang 16 = die höchste). Sachsen erreicht diesen Wert als einziges Bundesland — kein anderes Land liegt bei genau 803 Punkten. Zum Vergleich: Beim ersten Vergabetermin des heutigen Verfahrens (SoSe 2020) lag diese bundesweite Mindesthürde für eine Sachsen-HZB noch bei 775 Punkten (Note 1,3) — der Zugang ist seither etwas schwerer geworden.

Keiner der 3 Studienorte in Sachsen nimmt zum Sommersemester auf; bundesweit bieten das nur 11 der 41 Studienangebote an, darunter Charité – Universitätsmedizin Berlin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / Universität Bayreuth u. a.

Landarztquote in Sachsen

Sachsen vergibt eine eigene Landarztquote: rund 40 Plätze/Jahr (rund 6,5 %), gebunden an 10 Jahre hausärztliche Tätigkeit in einer unterversorgten Region nach Studium und Facharztweiterbildung. Zuständig ist Landesdirektion Sachsen, Referat 29, Bewerbungsfenster in der Regel 15.01.–28.02.2027 (WS 2027/28). Betroffen sind die Studienorte Chemnitz, Dresden und Leipzig. Alle Fristen und Konditionen vor einer Bewerbung direkt bei der zuständigen Landesbehörde prüfen. Den vollständigen Überblick über alle 16 Bundesländer inklusive der 250.000-€-Vertragsstrafe zeigt der Artikel Landarztquote Medizin.

Quelle: „hochschulstart.de Auswahlgrenzen_Medizin_W_2025__EndeKoordinierung.pdf", Stand „Ende Koordinierungsphase", Semester WS 2025/26. AdH-1- und ZEQ-1-Grenze zeigen jeweils die Grenzpunktzahl der ersten Unterquote; bei mehreren Unterquoten je Hochschule sind weitere Werte auf den einzelnen Uni-Profilseiten hinterlegt. Die ABQ-Grenze gilt für Bewerber:innen mit HZB aus Sachsen; für andere Bundesländer der HZB können abweichende Grenzwerte gelten, da die Notenvergleichbarkeit über ein bundesweites Punktesystem hergestellt wird. Die Kennzahlen im Abschnitt „Kennzahlen im Vergleich" beruhen auf der Zeitreihe aller Vergabetermine von SoSe 2020 bis WS 2025/26. Alle Angaben ohne Gewähr.