Bayern verfügt über 7 humanmedizinische Studienorte (Augsburg, Erlangen/Nürnberg, Erlangen/Bayreuth, München, Regensburg, Landshut, Würzburg). Insgesamt stehen dort im Wintersemester 2025/26 1761 Studienplätze für Humanmedizin zur Verfügung.
Die folgende Tabelle zeigt die Studienplatzkapazitäten für Humanmedizin sowie die Abiturbesten-Grenze (ABQ) für Bewerber:innen, deren Hochschulzugangsberechtigung (HZB) in diesem Bundesland erworben wurde. Auswahlgrenzen aus dem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) gelten unabhängig vom Bundesland der HZB und sind zum Vergleich ergänzt.
Studienangebote in Bayern
| Hochschule | Studienplätze | ABQ-Grenze (Bayern-Abitur) | AdH-1-Grenze | ZEQ-1-Grenze |
|---|---|---|---|---|
| Universität Augsburg | 168 | 1,1 (813 Pkt.) | 73,3 | 79 |
| Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg | 173 | 1,1 (806 Pkt.) | 58,8 | 74 |
| Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / Universität Bayreuth | 55 | 1,2 (794 Pkt.) | 57,5 | 73 |
| München (LMU und TU München) | 870 | 1,0 (823 Pkt.) | 49,5 | 73 |
| Universität Regensburg | 232 | 1,1 (814 Pkt.) | 58,4 | 73 |
| Universität Regensburg, Medizincampus Niederbayern (MCN) | 110 | 1,2 (795 Pkt.) | 58,5 | 71 |
| Julius-Maximilians-Universität Würzburg | 153 | 1,1 (812 Pkt.) | 58,8 | 77 |
| Summe | 1761 | |||
Kennzahlen im Vergleich
Seit dem ersten Vergabetermin des heutigen Verfahrens (SoSe 2020) hat sich die Kapazität für Humanmedizin in Bayern von 1684 auf 1761 Studienplätze verändert (+4,6 %). Den größten Anteil daran hat Universität Augsburg: 84 auf 168 Plätze (+100,0 %). Bundesweit ist die Kapazität aller 41 Studienangebote im selben Zeitraum von 9806 auf 10281 Studienplätze gestiegen (+4,8 %).
Mit einer in Bayern erworbenen Hochschulzugangsberechtigung liegt die niedrigste bundesweit erreichbare ABQ-Grenze bei 779 Punkten (Abiturnote 1,3, Universität des Saarlandes) — damit steht Bayern unter den 16 Bundesländern auf Platz 1 (Rang 1 = die niedrigste Hürde bundesweit, Rang 16 = die höchste). Bayern erreicht diesen Wert als einziges Bundesland — kein anderes Land liegt bei genau 779 Punkten. Zum Vergleich: Beim ersten Vergabetermin des heutigen Verfahrens (SoSe 2020) lag diese bundesweite Mindesthürde für eine Bayern-HZB noch bei 798 Punkten (Note 1,2) — der Zugang ist seither etwas leichter geworden.
Zum Sommersemester nimmt in Bayern zusätzlich Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / Universität Bayreuth und Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf — die übrigen 4 Studienorte vergeben ausschließlich zum Wintersemester. Bundesweit bieten das nur 11 der 41 Studienangebote an.
Landarztquote in Bayern
Bayern vergibt eine eigene Landarztquote: bis zu 8 % aller Medizinplätze, gebunden an 10 Jahre hausärztliche Tätigkeit in einer unterversorgten Region nach Studium und Facharztweiterbildung. Zuständig ist Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Bewerbungsfenster in der Regel 1.–28.02. (2026 erfolgt). Bayern vergibt zusätzlich eine eigene ÖGD-Quote (bis 1,8 %, WS 2025/26: 38 Plätze) im selben Verfahren. Alle Fristen und Konditionen vor einer Bewerbung direkt bei der zuständigen Landesbehörde prüfen. Den vollständigen Überblick über alle 16 Bundesländer inklusive der 250.000-€-Vertragsstrafe zeigt der Artikel Landarztquote Medizin.
Quelle: „hochschulstart.de Auswahlgrenzen_Medizin_W_2025__EndeKoordinierung.pdf", Stand „Ende Koordinierungsphase", Semester WS 2025/26. AdH-1- und ZEQ-1-Grenze zeigen jeweils die Grenzpunktzahl der ersten Unterquote; bei mehreren Unterquoten je Hochschule sind weitere Werte auf den einzelnen Uni-Profilseiten hinterlegt. Die ABQ-Grenze gilt für Bewerber:innen mit HZB aus Bayern; für andere Bundesländer der HZB können abweichende Grenzwerte gelten, da die Notenvergleichbarkeit über ein bundesweites Punktesystem hergestellt wird. Die Kennzahlen im Abschnitt „Kennzahlen im Vergleich" beruhen auf der Zeitreihe aller Vergabetermine von SoSe 2020 bis WS 2025/26. Alle Angaben ohne Gewähr.